ÖFB-Chef Windtner: Ärger über Behandlung der Sport-Agenden

23.05.2019

Durch die jüngste Regierungsumbildung haben die Sport-Agenden im Familienministerium eine neue Heimat gefunden - zum Ärger von Leo Windtner, Präsident des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB). Der Oberösterreicher hätte es lieber gesehen, wenn dem Sport mehr Bedeutung eingeräumt worden wäre.

"Es ist symptomatisch, dass der Sport wieder einmal auf der Strecke geblieben ist", sagte Windtner der APA - Austria Presse Agentur. "Ich kann nur appellieren, dass der Sport nicht vergessen wird, er müsste wesentlich mehr Priorität bekommen."

Der ÖFB kämpft schon seit Jahren um die Errichtung eines neuen Nationalstadions. Dabei hatte es Österreichs mit Abstand größter Sport-Fachverband mit ständig wechselnden Ansprechpartnern in der Regierung zu tun. "Wir haben beim Thema Nationalstadion plötzlich keinen Doppelpass-Partner mehr. Auch wenn sich die politische Situation noch so dramatisch ändert - der akute Bedarf an einem Nationalstadion ändert sich nicht", betonte Windtner.

Bis vor wenigen Tagen war Heinz-Christian Strache (FPÖ) in der Regierung für die Sport-Angelegenheiten zuständig, davor war die Verantwortung bei Hans Peter Doskozil (SPÖ) gelegen.