Schwimmen: Weltverband hofft auf WM-Teilnahme Nordkoreas

23.05.2019

Wenige Wochen vor Beginn der Schwimm-WM in Gwangju/Südkorea haben die Organisatoren die Hoffnung auf eine Teilnahme Nordkoreas noch nicht aufgegeben. "Wir wünschen uns wirklich, dass das nordkoreanische Team teilnehmen wird", hieß es am Donnerstag in einer Erklärung des Präsidenten des Weltverbands (FINA), Julio Maglione, sowie des Gwangju-Bürgermeisters und OK-Vorsitzenden Lee Yong Sup.

Das weithin abgeschottete Nordkorea hat bisher keine Teilnehmer für die WM vom 12. bis 28. Juli gemeldet. Die Frist dafür endet am 12. Juni. Bisher habe Nordkorea auf die Einladung nicht geantwortet, sagte eine Sprecherin des OK. Es sei allerdings möglich, Athleten auch noch später registrieren zu lassen. "An diesem Punkt haben wir keine endgültige Entscheidung über die Teilnahme Nordkoreas", sagte der FINA-Exekutivdirektor Cornel Marculescu in Gwangju.

Südkorea hofft zudem nach wie vor, eventuell ein gemeinsames Team mit Athleten aus Nordkorea bei der WM stellen zu können. Dabei werde vor allem an Wasserball gedacht, sagte die OK-Sprecherin. Bei der Schwimm-WM geht es zum Teil auch um die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Ob Süd- und Nordkorea, wie ursprünglich geplant, auch dazu gemeinsame Teams schicken, ist derzeit jedoch ungewiss. Die Gespräche über den sportlichen Austausch liegen derzeit auf Eis.

Unabhängig von den internationalen Sanktionen wegen seines Atomwaffenprogramms hatte Nordkorea im Februar 2018 an den Olympischen Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang teilgenommen. Im Eishockey-Turnier der Frauen traten beide Länder auch mit einem gemeinsamen Team an.